01. 10.2017 | 17 Uhr | „Ferne und Nähe“. Die Lieder des Völkerrechtlers, Friedensforschers und Emigranten Albrecht Mendelssohn Bartholdy

Ein Konzert-Vortrag mit Klavier und Gesang, von und mit Eva Mengelkoch (Towson University, Baltimore/USA) und Sigrid Wiedemann (Berlin).

Albrecht Mendelssohn Bartholdy, ein vielseitig begabter Enkel seines Komponisten-Großvaters Felix, wurde ab 1920, als Ordinarius der jungen Hamburger Universität, und als Direktor des 1922 von ihm begründeten „Instituts für auswärtige Politik“, zum Pionier der Friedensforschung in Deutschland. Von den Nationalsozialisten der Hansestadt in die Flucht getrieben, starb der 62jährige im November 1936 in Oxford. Daß der scharfsinnige Jurist und Politikwissenschaftler nicht nur ein talentierter Musiker, sondern ein zwischen Sehnsucht und Pflicht und den unerreichbaren Frauen seines Lebens hin- und hergerissener Romantiker war, zeigt ein Konvolut seiner Liedkompositionen, das 2007 im Nachlaß seiner emigrierten Mitarbeiterin Magdalene Schoch nahe bei Washington D.C. gefunden wurde. Eva Mengelkoch (Vortrag / Klavier) und Sigrid Wiedemann (Mezzosopran) erzählen aus dem dramatischen Leben des Idealisten Mendelssohn Bartholdy, die Geschichte seiner „Lieder für Lena“.
Eine Veranstaltung der Mendelssohn-Gesellschaft mit der Fanny- und Felix-Mendelsohn-Gesellschaft Hamburg, dem Verein Heine-Haus Hamburg und dem Institut der Geschichte der deutschen Juden, unterstützt durch die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung.
Sonntag 1. Oktober 2017, 17 Uhr
Jenisch-Haus
Baron-Voght-Straße 50, 22609 Hamburg
Karten: 16 €, erm. 12 €, über: jenisch -haus@altonaer-museum.hamburg.de