Als zweite Stipendiatin des Mendelssohn | Heine Forschungs- und Schreibstipendiums des Heine-Haus e.V. und der Fanny- und Felix Mendelssohn-Gesellschaft Hamburg lebte und arbeitete Heike-Angela Moser bis Anfang Oktober 2021 für einen Monat im Heine-Haus an der Elbchaussee. Die Pianistin bedankte sich zum Ende ihres Aufenthalts für ihr Residenz-Stipendium im historischen Gartensaal mit zwei Soiréen. Im intimen Rahmen des Heine-Hauses verband die Musikerin und Ur-Ur-Ur-Enkelin von Clara und Robert Schumann Klavierwerke ihrer Vorfahren mit Stücken von Fanny und Felix Mendelssohn. Sie berichtete zunächst, wie intensiv sie den Geist und die Geschichte des Hauses gespürt und aufgenommen habe und wie stark sie dadurch in ihrer Auseinandersetzung mit der Musik bereichert worden sei. Ihre familiäre Prägung, ihr Feinsinn als poetisch wortgewandte Vermittlerin ihrer Kunst und ihre einfühlsame interpretatorische Klarheit als Pianistin bewirkten einen Beziehungszauber, der das gebannt lauschende Publikum an beiden Abenden tief berührte. Zwischen Tönen und Worten, den Komponisten nebst ihren Geschlechtern und ihr selbst als Interpretin ergaben sich ungeahnte Querverbindungen und Verschmelzungen, Fragestellungen und ganz persönliche Antworten.

Das Residenz-Stipendium wurde durch die Unterstützung des Ehepaars Groenewold ermöglicht.

Auf dem Foto: Beatrix Borchard, Kurt Groenewold, Heike-Angela Moser und Beate Borowka-Clausberg, Foto: Beate Borowka-Clausberg.

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