Freund meiner MusikSeele V5_1
Dienstag, 15. Dezember 2015,  18.00 Uhr 
Fanny Hensel-Saal der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Campus Außenalster

Vortrag innerhalb der Ringvorlesung „Musik und Gender Studies“ XVII

2014 publizierte Regina Back eine umfangreiche Studie zu der lebenslangen Freundschaft zwischen Felix Mendelssohn Bartholdy und Carl Klingemann beim Bärenreiter-Verlag, Kassel. In ihrem Vortrag stellt sie Ergebnisse ihrer Forschungen zu dieser Künstlerfreundschaft vor, die durch eine umfangreiche Korrespondenz mit mehr als 300 Briefen dokumentiert ist.

In diesem Briefwechsel wurde über familiäre Ereignisse und berufliche Entscheidungen berichtet, musikalische Belange wurden ebenso erörtert wie zeitgenössische Literatur und europäische Politik und nicht zuletzt stand auch das Briefeschreiben selbst und das Verständnis von Freundschaft immer wieder im Fokus des Schriftwechsels. Die Auswertung der bislang unveröffentlichten Briefe Klingemanns und seines musikalischen Nachlasses hält nicht nur für die Mendelssohn-Forschung spannende Erkenntnisse bereit, sondern auch für Forschungen zur Briefkultur und zum Begriff der Freundschaft im 19. Jahrhundert.
Der Vortrag beleuchtet verschiedene Facetten der lebenslangen Freundschaft zwischen Mendelssohn und Klingemann sowie ihres vielfältiges künstlerisches Zusammenwirken. Lesungen aus ihren Briefen sowie der Vortrag von Liedern beider Komponisten ergänzen das Programm.

Dr. Regina Back studierte Musikwissenschaft und Romanistik an der Philipps-Universität Marburg und – als Stipendiatin der französischen Regierung – an der Université Paris IV-Sorbonne. Nach ihrer Tätigkeit als Programmheftredakteurin für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war sie von 2001 bis 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Briefausgabe an der Universität Leipzig und gab den ersten Band von Mendelssohns Sämtlichen Briefen (Kassel u.a., 2008) mit heraus. Von 2008 bis 2014 arbeitete sie als Redakteurin des „Musikerinnen-Lexikons“ von Musik und Gender im Internet an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 2014 übernahm sie die Programmleitung der Claussen-Simon-Stiftung in Hamburg, seit September 2015 ist sie Geschäftsführerin der Stiftung.

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