Atelier V | 17.10.2019 | 19 Uhr | Zwischen Bürgerhaus und Konzertsaal: Lieder

Unter dem Motto Zwischen Bürgerhaus und Konzertsaal werden die Sopranistin Antje Rux und einer der momentan gefragtesten Liedbegleiter Prof. Burkhard Kehring am 17.10.19 den Liedkosmos von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn lebendig werden lassen. Moderiert wird das Konzert von Prof. Dr. Beatrix Borchard, Musikwissenschaftlerin und Musikpublizistin sowie Fanny Hensel / Mendelssohn Spezialistin der ersten Stunde. Die Stimmen von Fanny und Felix werden von Muriel Bielenberg und Sebastian Doppelbauer gesprochen, die auch im Fanny und Felix Mendelssohn Museum (im KomponistenQuartier, Peterstr. 28) live mit Briefausschnitten zu erleben sind.

Donnerstag, 17.10.2019, 19 Uhr,
Fanny Hensel Saal
der Hochschule für Musik und Theater Hamburg,
Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg.
Karten: peter.krause@hfmt-hamburg.de
Fon: 040 42848 2400.
Eintritt: 14/11 € für Mitglieder / 7 € für Studierende.
Mitwirkende
Prof. Dr. Beatrix Borchard (Vortrag und Moderation), Antje Rux (Sopran) und Prof. Burkhard Kehring (Liedbegleitung), Muriel Bielenberg (Fanny), Sebastian Doppelbauer (Felix).

Header Foto: Antje Rux Fotocredit: Catherine Monfils

Die nächsten Termine:
– Atelier VI Do., 14.11. 19:00 | „Poetry Slam vs. Kunstlied“
– Atelier VII Do., im Dezember 2019, 19:00 | „Komponistinnen“: Film, Konzert und Gespräch in Kooperation mit dem Fanny Mendelssohn Förderpreis

Prof. Burkhard Kehring

Fotocredit: Richard Byrdy

Burkhard Kehring
Geboren in Niedersachsen. Klavier-, Kammermusik- und Liedbegleitungsstudium in Hamburg und Wien, u.a. bei Gernot Kahl, Ralf Gothoni und Rudolf Kehrer. Meisterkurse bei Karlheinz Kämmerling und Hans Leygraf. Offizieller Klavierbegleiter bei Lied-Meisterkursen von Elisabeth Schwarzkopf, Reri Grist, Marylin Horne, Ernst Haefliger und Hermann Prey. Seit 1991 Konzerttätigkeit als Liedbegleiter in Europa, USA und Asien, als Klavierpartner von Sänger*innen wie Christiane Iven, Christian Elsner, Dietrich Henschel, Christiane Oelze, Andreas Schmidt, Robert Holl, Florian Bösch oder Kwangchul Youn. Begleiterpreise internationaler Liedwettbewerbe in London (1993) und München (1994). Seit 1996 bundesweit Konzeption und Aufführung eigener Liederabendreihen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten u.a. in Frankfurt, Berlin (Staatsoper), beim Schleswig-Holstein-Festival. Zahlreiche Uraufführungen und CD-Einspielungen. 2005 Melodramen-Album mit Dietrich Fischer-Dieskau bei der ‚Deutschen Grammophon‘. 2010 ECHO-Klassik für die mit der Sopranistin Christiane Karg aufgenommene CD ‚Verwandlung – Lieder eines Jahres‘. 2014 Inauguration des langfristigen globalen Liedprojekts ‚Divan of Song‘ im Rahmen des Beethovenfests Bonn.
Seit 2002 Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Initiator des Hamburger Liedforums (2005), des Masterstudiengangs für Liedgestaltung (2008), des Hamburger ‚Gustav-Mahler-Liedwettbewerbs‘ für Liedduos (2014) sowie des Konzertexamensstudiengangs ‚Global Art Song‘ (2018). Meisterkurse in Deutschland, Spanien, Kanada, Israel, China und Indien. Gastprofessuren an der Yonsei-Universität Seoul (Südkorea) und an der Universität Yamanashi (Japan). Mitbegründer der ‚Deutschen Liedakademie‘.

Antje Rux

Foto: Catherine Monfils

Antje Rux (Sopran)
Nach ihrem Diplom an der Musikhochschule „Franz Liszt“ Weimar ging sie nach Neapel, um dort Barockgesang bei Roberta Invernizzi zu studieren. Anschließend führte sie ihr Gesangsstudium bei Renata Parussel in Würzburg fort. Wichtige Impulse erhielt sie durch Meisterkurse bei Alberto Zedda, Fabio Luisi, René Jacobs und Maria Cristina Kiehr. Mit einem Schauspielstudienjahr am „Michael Tschechow Studio“ in Berlin rundete sie ihre künstlerische Ausbildung ab.
2009 erhielt Antje Rux den Interpretationspreis des „Internationalen Musiktheaterfestivals Oper Oder Spree“ und 2010 erreichte sie die Finalrunde bei dem „VII Barockgesang-Wettbewerb Francesco Provenzale“ in Neapel. 2013 war sie Stipendiatin der „Alfred-Töpfer-Stiftung“.
In Opernproduktionen war sie in Taranto in Paisiellos Le finte contesse zu erleben. Am Théatre des Champs- Élysées Paris und an der Opéra La Monnaie in Brüssel sang sie in Passion von Pascal Dusapin, einer Produktion von Sasha Waltz unter der musikalischen Leitung von Franck Ollu und 2012 die Salomena in Boxbergs Sardanapalus beim Ekhof-Festival in Gotha sowie beim Fränkischen Sommer. Weitere Titelpartien in Barockopern folgten 2016-2018: Annette et Lubin von Martini und Seelewig, die älteste deutsche Oper.
Mit Monteverdis Orfeo gastierte sie 2014-2018 mit dem Freiburger Barockconsort, Sasha Waltz&guests und Vocalconsort Berlin in Amsterdam, Luxembourg, Lille, der Staatsoper Berlin und beim Bergen Festival.
Als Konzertsängerin trat sie bei renommierten Festivals in Erscheinung: Bebersee Festival (Berlin), Mainzer Musiksommer, Magdeburger Telemann-Festtage, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Fränkischer Sommer, Il Montesardo (Alessano/Italien), Festival Valle d´Itria (Martina Franca/Italien), Forum Valais (Schweiz). Dabei arbeitete Antje Rux unter dem Dirigat von Georg Christoph Biller, Titus Engel, Antonello Manacorda, Achim Zimmermann, Siegfried Pank, Robert Göstl u.a.
Einige Konzerte wurden vom Deutschlandradio Kultur, dem Kulturradio des RBB und SWR2 ausgestrahlt. 2016 ist bei Raumklang eine Einspielung mit Kantaten von G. Ph.Telemann mit dem Leipziger Concert erschienen und 2018 das Album „Donde son estas serranas? Mysterious Songs of Love and Beauty“ mit dem Lautenisten Lee Santana, M. Perl und A. Wahl bei Carpe Diem Records.

Prof. Dr. Beatrix Borchard, Foto: Hartmut Schoen

Prof. Dr. Beatrix Borchard
ist Musikwissenschaftlerin und Musikpublizistin. Bis April 2016 Professorin für Musikwissenschaften mit Schwerpunkt Gender an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Im Olms Verlag ist gerade zum Clara Schumann Jahr 2019 ihr neuestes Buch erschienen: Clara Schumann: Neue Quellen – andere Schreibweisen.


Muriel Bielenberg, Foto: Jeanne Degraa

Muriel Bielenberg
geboren 1994 in Hamburg, studierte von 2014-2018 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 2017 wurde sie mit dem Ensemblepreis beim Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender für Finissage d’Amour ausgezeichnet. Sie ist im Schauspielhaus in der Produktion „Die Stadt der Blinden“ von Kay Voges zu sehen und spielt in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen. Außerdem arbeitet sie als Sprecherin im Bereich Synchron und ist in zahlreichen Hörbüchern zu hören.

Sebastian Doppelbauer

Foto: Gottschalk | Behrens | Unkelbach, Agentur für Schauspiel, Regie und Kamera

Sebastian Doppelbauer
Geboren 1995 in Feldkirch, Österreich. Während seines Schauspielstudiums an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg war er in diversen Produktionen auf Kampnagel, dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Thalia Theater zu sehen. Er arbeitete dabei mit Regisseur*innen wie Elsa-Sophie Jach, Sebastian Kreyer, Patrick Wengenroth, Nils-Peter Rudolph und Felix Maria Zeppenfeld. 2016 wurde er mit dem Förderpreis der Hansa-Maritim Stiftung ausgezeichnet, 2017 erhielt er zusammen mit seinem Studienjahrgang den Ensemblepreis beim Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender. Zudem wirkte er in Filmen mit, die u.a. auf der Diagonale (Festival des Österreichischen Films), dem Bejing International Filfmestival und in Cannes zu sehen waren. Am Thalia Theater Hamburg spielte er in zwei Inszenierungen von Luc Perceval mit, in „Geld“ und „Hunger“. Außerdem war er hier in „Im Herzen der Gewalt“ (Regie Franziska Autzen), „Geisterritter“ (Regie Christina Rast) und „Das Nirvana Baby“ (Regie Simone Geyer) zu sehen. Seit der Spielzeit 2019/20 gehört Sebastian Jakob Doppelbauer zum Ensemble des Schauspiel Hannover.