23.11.2017 | 19 Uhr | Ein Fest für Fanny und Felix | Konzert mit dem Boulanger Trio und Festvortrag der Musikjournalistin Christine Lemke-Matwey (ZEIT)

Die Fanny & Felix Mendelssohn Gesellschaft lädt herzlich ein zu einem Festkonzert und einem Vortrag am

Donnerstag, den 23. November 2017 | 19 Uhr

in der Laeiszhalle | Kleiner Saal.
Johannes-Brahms-Platz, 20355 Hamburg.

Karten 25 / 20 / 15 € zzgl. Vorverkaufsgeb.
Konzertkasse Gerdes, Tel. 040 44 02 98 oder 45 33 26,
www.konzertkassegerdes.de

Gefördert von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg und der Moses Mendelssohn Stiftung.

Mitwirkende:
Boulanger Trio:
Birgit Erz, Violine | Ilona Kindt, Violoncello | Karla Haltenwanger, Klavier

Christine Lemke-Matwey, Musikjournalistin und Autorin (Die ZEIT)

Prof. Dr. Beatrix Borchard, Fanny und Felix Mendelssohn Gesellschaft Hamburg e.V.

Fanny Hensel, geb. Mendelssohn, getaufte Bartholdy (1805–1847) und Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) waren beide Musiker und wurden in Hamburg in eine für die deutsche Kulturgeschichte zentrale jüdische Familie hineingeboren. Während Felix als in der Öffentlichkeit wirkender Komponist, Dirigent und Pianist zum führenden deutschen Musiker der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufstieg, prägte seine Schwester Fanny, die ebenfalls Komponistin war, mit experimentellen Musikveranstaltungen den für das Musikleben des 19. Jahrhunderts so wichtigen privaten Bereich.
Im KomponistenQuartier entsteht derzeit ein Museum für die Geschwister Mendelssohn. Im Hinblick auf die Eröffnung im Frühjahr 2018 werden im Rahmen des Festkonzerts musikalisch miteinander korrespondierende Klaviertrios von Fanny und Felix erklingen. In ihrem Festvortrag beleuchtet die bekannte Musikpublizistin Christine Lemke-Matwey Leben und Wirken von Felix und Fanny Mendelssohn Bartholdy. Sie stellt ihren Vortrag unter das Motto: “Genie und Zierde – Keine Fanny ohne Felix, kein Felix ohne Fanny: Die Beziehungsgeschichte der Geschwister Mendelssohn erzählt viel über die Musik und manches über das Verhältnis der Geschlechter. Bis heute.”

Das musikalische Programm im Einzelnen:

Fanny Mendelssohn – Trio d-Moll op.11
Duettbearbeitungen des Boulanger-Trios für Klaviertrio
Felix Mendelssohn Bartholdy – Trio d-Moll op. 49

 

Christine Lemke-Matwey

studierte Germanistik, Philosophie, Theater- und Musikwissenschaften in Köln und München und arbeitete u. a. an verschiedenen Theatern in Bonn, Wien, Hamburg, Bregenz und Chur. Seit Mitte der neunziger Jahre ist sie als freischaffende Musikjournalistin tätig, hauptsächlich für den Bayerischen Rundfunk, den WDR, die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. 2000 ging sie als Musikredakteurin zum Berliner Tagesspiegel, 2012 wechselte sie als Redakteurin ins Feuilleton der Zeit nach Hamburg. 2003 inszenierte sie außerdem am Tiroler Landestheater Innsbruck mit Malins Heimkehr ihre erste Oper, 2004 schrieb sie für Charlotte Seithers One woman opera das Libretto. Lehrtätigkeiten erfolgten an der Universität der Künste Berlin, der Bayerischen Theaterakademie und der Universität Zürich. 2012 erschien, von ihr mitverfasst, Mein Leben mit Wagner von Christian Thielemann.

 

Das Boulanger Trio

Nach den französischen Musikerinnen Nadia und Lili Boulanger haben die Pianistin Karla Haltenwanger, die Geigerin Birgit Erz und die Cellistin Ilona Kindt ihr Klaviertrio benannt, als sie 2006 in Hamburg zum gemeinsamen Musizieren zusammenfanden. Das Trio ist inzwischen als eines der wenigen Full-time Klaviertrios in Berlin beheimatet. Seit ihrer Gründung hat sich das Trio, zu deren Mentoren Niklas Schmidt, Hatto Beyerle, Menahem Pressler und Alfred Brendel zählen, einen ausgezeichneten Ruf in der Kammermusikszene erspielt. Sie werden regelmäßig zu bedeutenden Musikfestivals und in die wichtigen Konzertsäle eingeladen und spielen dort sowohl das klassisch-romantische als auch das zeitgenössische Repertoire. Ihre CDs wurden mit international bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Sie arbeiten immer wieder mit zeitgenössischen Komponisten wie Matthias Pintscher oder Wolfgang Rihm.