Startschuss für das neue Fanny und Felix Mendelssohn Museum Ende April 2017

Das KomponistenQuartier (in der Peterstraße in Hamburgs Neustadt) kann nun – wie seinerzeit geplant – um das Fanny und Felix Mendelssohn  Museum erweitert werden. Dies gilt auch für das Gustav Mahler Museum. Alle rechtlichen Voraussetzungen waren am 1. März erfüllt, der Baubeginn wird im April sein. Die feierliche Eröffnung beider Museen findet voraussichtlich im März 2018 statt.

Die Geschwister Fanny und Felix Mendelssohn wurden beide in Hamburg geboren und verbrachten hier ihre ersten Lebensjahre. Leben und Wirken von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy sind nicht zu trennen von der maßgeblichen Bedeutung jüdischer Familien für das deutsche Kulturleben. Herausragend war in diesem Kontext die Rolle der Musik. Ein Schwerpunkt des Fanny und Felix Mendelssohn-Museums wird daher auf der Rolle der kulturellen Bildung und besonders der Musik für jüdische Familien liegen. Es soll ein Erinnerungsort für die ganze Familie Mendelssohn werden.

Mit dem Hamburger KomponistenQuartier ist ein Ort entstanden, der die lange Musiktradition der Stadt anschaulich erfahrbar macht. Hamburgs Musikgeschichte von der Barockzeit bis zur frühen Moderne kann hier unmittelbar erlebt werden. Bereits seit 2015 existieren die Museen für die Komponisten Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Adolph Hasse, jetzt geht es mit den beiden neuen Museen weiter. Damit wird auch der bauliche Anschluss an das seit 1971 bestehende Johannes-Brahms-Museum geschaffen. Alle diese Komponisten haben wie Fanny und Felix Mendelssohn einen besonderen Bezug zu Hamburg.

Unter der Schirmherrschaft von Maestro Kent Nagano, Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters und Chefdirigent der Hamburgischen Staatsoper, wird die Brücke zum großartigen musikalischen Angebot in der Stadt geschlagen.

Die Carl-Toepfer-Stiftung ist Motor und Hauptförderer des KomponistenQuartiers und stellt auch die Baulichkeiten zur Verfügung. Sechs Komponistengesellschaften und die Hochschule für Musik und Theater leisten wichtige konzeptionelle Unterstützung. Die Freie und Hansestadt Hamburg und namhafte weitere Förderer und Stiftungen, die den ersten Projektabschnitt ermöglicht haben, werden sich auch an der jetzt in Angriff genommenen Fertigstellung beteiligen. 590 TSD Euro werden für Umbau und Ausstattung der Museumsräume auf 145 qm veranschlagt. Zusätzliche Förderer und Sponsoren sowie Mitglieder und Unterstützer im Freundeskreis des KomponistenQuartiers werden gesucht und sind sehr willkommen.

Stiftungsratsvorsitzender Clemens Toepfer erläutert: „Wir haben von Anfang an darauf vertraut, im Sinne bürgerschaftlichen Engagements Partner zu gewinnen, die wir für das einzigartige Konzept des KomponistenQuartiers begeistern können. Das Fundament steht, für die multimediale Ausstattung der Museen suchen wir aktuell noch Förderer.“